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10 Grün­dungs­ideen zur sofor­ti­gen Umset­zung

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Zu Beginn des Entre­pre­neurs­hip Sum­mit 2019 in Ber­lin stell­te Prof. Dr. Braun­gart 10 Ideen vor, die man sofort auf­grei­fen könn­te um damit ein Unter­neh­men auf­zu­bau­en. Es fehlt meist nur noch an der kauf­män­ni­schen Aus­ar­bei­tung. Prof. Braun­gart ist Ver­fah­rens­tech­ni­ker und Che­mi­ker. Er ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer ver­schie­de­ner Bera­tungs­ge­sell­schaf­ten und neben eini­gen Gast­pro­fes­su­ren tätig an der Leu­pha­na Uni­ver­si­tät Lüne­burg. Gera­de in Zei­ten des fort­schrei­ten­den Kli­ma­wan­dels geht es ihm nun nicht mehr nur um For­schung. Viel­mehr muss nun gehan­delt wer­den.

Idee 1: Toi­let­ten­pa­pier

Klas­si­sches Toi­let­ten­pa­pier ver­un­rei­nigt die Umwelt. Mit einem Kilo wer­den über 2 Mil­lio­nen Was­ser kon­ta­mi­niert. Braun­gart hat aller­dings ein Ver­fah­ren ent­wi­ckelt umwelt­ver­träg­li­ches Toi­let­ten­pa­pier her­zu­stel­len. Das geis­ti­ge Eigen­tum liegt bei ihm. Die not­wen­di­gen Mate­ria­li­en lie­gen ihm vor. Nun geht es dar­um einen Her­stel­ler zu fin­den und das Pro­dukt in den Markt zu bekom­men.

Idee 2: Taschen­tü­cher

Ähn­li­ches gilt für Taschen­tü­cher. Die­se blei­ben sechs Jah­re lang lie­gen, ohne abge­baut wer­den zu kön­nen. Ins­be­son­de­re Klär­an­la­gen haben hier­mit zu kämp­fen. Braun­gart hat jedoch einen Stär­ke­sta­bi­li­sa­tor ent­wi­ckelt, mit dem man ein­stel­len kann wie schnell sich das Taschen­tuch abbau­en soll.

Idee 3: Ten­nis­bäl­le

Die Umman­te­lung von Ten­nis­bäl­len ist gif­tig. Sie wur­de nicht für den Haut­kon­takt gemacht, son­dern um in Fern­seh­über­tra­gun­gen gut sicht­bar zu sein. Braun­gart fiel dies auf, als Hun­de­be­sit­zer dar­auf auf­merk­sam mach­ten, dass Hun­de Ent­zün­dun­gen im Maul beka­men. Auch hier wäre es sofort mög­lich Bäl­le mit ungif­ti­gen Mate­ri­al her­zu­stel­len.

Idee 4: Schuh­soh­len

Der­zei­ti­ge Schuh­soh­len sind nicht abbau­bar. Dar­über hin­aus setzt sich der Abrieb sogar im mensch­li­chen Kör­per ab. Von einem nam­haf­ten Her­stel­ler gab es zwar mal eine Kol­lek­ti­on, die abbau­bar war. Dies wird aber nicht wei­ter ver­folgt. Prof. Braun­gart lie­fer­te hier­zu auch eine Idee, um bestehen­de Schu­he wei­ter zu tra­gen.

Idee 5: Brat­pfan­nen

Es gibt der­zeit kei­ne Antif­haft­pfan­ne, die nicht krebs­er­re­gen­de Stof­fe abgibt. 

Es gin­ge also dar­um ein teu­re Pfan­ne aus Kera­mik oder Guss­ei­sen her­zu­stel­len, die man jedoch nicht ver­kauft, son­dern ver­leiht. Der Kon­su­ment wür­de also nur für die Nut­zung, nicht für die Pfan­ne selbst bezah­len.

Idee 6: Wasch­ma­schi­ne

Durch die Gum­mi­dich­tun­gen in Wasch­ma­schi­nen nimmt man Ben­zol auf, was hoch­gra­dig unge­sund ist. Auch hier könn­te man die Nut­zung von teu­ren Wasch­ma­schi­nen mit hoch­wer­ti­gen Gum­mi­dich­tun­gen ver­kau­fen. Man müss­te hier­zu nur einen Zäh­ler in die Wasch­ma­schi­ne ein­bau­en, sodass der Nut­zer sozu­sa­gen pro Wasch­gang bezahlt.

Idee 7: Mate­ri­al­ban­ken

Die Kup­fer­re­cy­cling­ra­te war noch nie so gering wie der­zeit. Um dies zu ver­än­dern, braucht man eine Bank, die das Kup­fer oder das Zink hält. Nur die Nut­zung des­sen wird ver­kauft, nicht das Mate­ri­al selbst. So muss nicht mehr recy­celt wer­den.

Idee 8: Mut­ter­milch­ho­tel

In Mut­ter­milch fin­det man 2.800 Che­mi­ka­li­en. Ein Groß­teil davon kommt aus Bau­ma­te­ria­li­en. Man könn­te also eine Hotel­ket­te auf­bau­en, die für Mut­ter­milch geeig­net ist. Die setz­te Braun­gart bereits ein­ma­lig in einem Hotel in Tai­wan um.

Idee 9: Matrat­zen­ver­leih

Auch hier geht es um eine Ände­rung des Geschäfts­mo­dells. Matrat­zen soll­ten nicht mehr selbst, son­dern deren Nut­zung ver­kauft wer­den. Auf die­se Wei­se kann man als Her­stel­ler die bes­ten, nicht die bil­ligs­ten Mate­ria­li­en ver­wen­den. Der Schla­fen­de wür­de so kei­ne Schad­stof­fe mehr auf­neh­men und die Matrat­ze könn­te wie­der­ver­wen­det wer­den.

Idee 10: Roboter­leis­tung

Sel­bi­ges gilt für Robo­ter. Wür­de man nur die Nut­zung derer ver­kau­fen, könn­ten die­se wie­der­ver­wen­det wer­den.

 

Doch mit die­sen zehn Ideen gab sich Prof. Braun­gart nicht zufrie­den. Am Schluss sei­nes Vor­trags warf er noch wei­te­re ideen wie Erfri­schungs­ge­trän­ke ohne Schad­stof­fe, eine Kup­fer­bank in Chi­le, gesun­des Plas­tik­spiel­zeug und eine Küchen­ver­si­che­rung in den Raum. Zudem zeig­te er eine crad­le-to-crad­le Modell­re­gi­on. Das Prin­zip crad­le-to-crad­le ent­wi­ckel­te Braun­gart in den 90er Jah­ren selbst. Hier­bei geht es um Pro­duk­te, die ent­we­der in den bio­lo­gi­schen Kreis­lauf zurück­ge­führt wer­den kön­nen oder in tech­ni­schen Kreis­läu­fen gehal­ten wer­den kön­nen.

Fazit

Es gibt ein rie­si­ges Poten­ti­al für Unter­neh­mer und Grün­der bestehen­de nicht nach­hal­ti­ge und umwelt­schä­di­gen­de Pro­duk­te und Geschäfts­mo­del­le neu zu den­ken und die­se umzu­set­zen. Prof. Braun­gart lie­fer­te hier­zu nicht nur einen phan­tas­ti­schen Denk­an­stoß, son­dern auch kon­kre­te, jetzt umsetz­ba­re Ideen. Meist hat man es hier mit gro­ßen Indus­trien zu tun. Vie­le die­ser Play­er haben der­zeit sicher­lich kein Inter­es­se an neu­en Ansät­zen. Vie­le die­ser Unter­neh­men sind aber durch­aus offen für neue Ideen. Sie kön­nen die­se nur unter der eige­nen Mar­ke nicht umset­zen, eig­nen sich aber durch­aus als Part­ner.

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