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Das Bier, das wirkt — In weni­gen Mona­ten von der Idee bis zur Abfül­lung

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Deni­se Lud­wig star­te­te ihre Kar­rie­re in einer Münch­ner Agen­tur für Employ­er Bran­ding. Nach einer wei­te­ren Sta­ti­on im Employ­er Bran­ding — dies­mal auf Kun­den­sei­te eines Kon­zerns — grün­de­te sie im Jahr 2018 die d:vize Mar­ke­ting GmbH. Mit ihrem Unter­neh­men hilft sie klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men dabei, im Bereich des digi­ta­len Mar­ke­tings durch­zu­star­ten. Wir spra­chen mit ihr aller­dings nicht über Mar­ke­ting, son­dern über das von ihrem Bru­der und ihr her­aus­ge­brach­te Bier, namens Lud­wigs FŸNF. Hier­bei han­delt es sich um ein Bier für alle, die eine bes­se­re und nach­hal­ti­ge Zukunft mit­ge­stal­ten und selbst ent­schei­den wol­len, wel­che Orga­ni­sa­ti­on sie für die­ses Ziel unter­stüt­zen möch­ten.

Hier geht’s zur Web­site von Lud­wigs FŸNF.

Die Idee hin­ter Lud­wigs FŸNF

Eines Abends im Bier­gar­ten sprach Deni­se mit ihrem Bru­der dar­über, dass es schön wäre, ein Pro­jekt zu grün­den, mit dem man einen Bei­trag leis­ten, der Welt etwas zurück­ge­ben könn­te. Dabei fiel ihnen auf, dass es zwar unzäh­li­ge Bier­mar­ken gibt, aber kaum eine, die einen sozia­len Bei­trag leis­tet. Das soll­te sich ändern und das Kon­zept um Lud­wigs FŸNF – benannt nach den Geschwis­tern – nahm Gestalt an.

Der gro­ße Unter­schied zu ande­ren gemein­nüt­zi­gen Geträn­ke­her­stel­lern liegt dar­in, dass die Kon­su­men­ten bei Lud­wigs FŸNF wäh­len kön­nen, wel­che Orga­ni­sa­ti­on unter­stützt wer­den soll – sie haben die Wahl zwi­schen fünf ver­schie­de­nen Eti­ket­ten­de­signs: Apol­lon, Posei­don, Gaia, Pega­sus und Pan­do­ra. Das Bier in den Fla­schen ist das­sel­be, aber je nach gekauf­ter Fla­sche wer­den 10 Cent einer jeweils ganz bestimm­ten Orga­ni­sa­ti­on zuge­ord­net. Die fünf Designs ste­hen dabei für die vier Ele­men­te Was­ser, Feu­er, Erde, Luft und dazu dem Ele­ment Mensch – die jeweils unter­stütz­ten Orga­ni­sa­tio­nen las­sen sich die­sen leicht zuord­nen. Mit dem Kauf einer Fla­sche ‚Posei­don‘ unter­stützt der Kun­de bei­spiels­wei­se ein Pro­jekt, das sich für sau­be­res Was­ser ein­setzt.

Ers­te Schrit­te zum eige­nen Bier

Nun klingt Bier­brau­en zunächst ein­mal nach hohem Kapi­tal­be­darf für Brau­kes­sel, Per­so­nal, usw. Da die Geschwis­ter natür­lich zunächst kei­ne eige­ne Braue­rei besa­ßen, wur­den zunächst 200 Käs­ten Bier von einer Ber­li­ner Braue­rei fremd­ge­braut und mit Eigen­ka­pi­tal finan­ziert. Im Fach­jar­gon nennt sich dies „Gipsy Brewing“.

Trotz Coro­na und dem zeit­wei­sen Weg­fall unzäh­li­ger Events und gas­tro­no­mi­scher Ein­rich­tun­gen waren die­se 200 Käs­ten ein hal­bes Jahr spä­ter ver­kauft, auch dank Insta­gram, Mund­pro­pa­gan­da und dem eige­nen Fuß­ball­ver­ein. Damit war der Beweis zumin­dest teil­wei­se erbracht: Auch wenn ihr Bier nicht das güns­tigs­te ist – die gerin­ge Abnah­me­men­ge bedingt ziem­lich hohe Stück­kos­ten zwi­schen 70 Cent und 1,20 Euro – die Leu­te haben Inter­es­se dar­an, das Pro­jekt wird fort­ge­führt!

Lear­nings und Zukunfts­plä­ne

Auf die Fra­ge, ob sie auch Feh­ler gemacht hät­ten, ant­wor­te­te Deni­se, sie hät­ten zu schnell nach Geld gefragt. Heu­te wür­de sie erst dann an Inves­to­ren her­an­tre­ten, wenn alles zumin­dest teil­wei­se Gestalt ange­nom­men hät­te, die Pro­duk­ti­on ange­lau­fen wäre. Zudem glaubt sie heu­te an den Leit­satz „Ask for advice and you get money. Ask for money and you get advice.” Ein wich­ti­ges Lear­ning des Grün­dungs­pro­zes­ses war auch die Fest­stel­lung, dass man sich von poten­zi­el­len Ver­triebs­part­nern nicht vor­schnell abwim­meln las­sen darf, son­dern ruhig mehr­mals nach­fra­gen und den erhöh­ten Preis erklä­ren soll­te.

Die nächs­te Mar­ge Bier wird wie­der fremd­ge­braut, dies­mal aller­dings per Crowd­fun­ding finan­ziert. Dies stellt für die Geschwis­ter den end­gül­ti­gen Pro­of of con­cept dar, mit dem sie auf mög­li­che Inves­to­ren zuge­hen kön­nen. In fünf Jah­ren sieht sich Deni­se mit eige­nem Bar‑, Restau­rant- und Braue­rei­kon­zept im eige­nen Bier­gar­ten sit­zen, die Leu­te genie­ßen Lud­wigs FŸNF und hören Live­mu­sik und am Abend wer­den 3.000 Euro an tol­le Orga­ni­sa­tio­nen gespen­det.

Fazit

Du musst kein Spe­zia­list sein in dem, was du tust. Weder Deni­se noch ihr Bru­der sind gelern­te Bier­brau­er. Aber zusam­men mit den rich­ti­gen Men­schen und einer Idee, mit der du etwas ver­än­dern willst, kannst du alles errei­chen! Glaub an dich: Die Visi­on ist das Wesent­li­che!

Jede Men­ge wei­te­re inspi­rie­ren­de und infor­ma­ti­ve Bei­trä­ge fin­dest Du hier.

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