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Die Geschich­ten­fin­de­rin

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Auch die Self­pu­blishe­rin Chris­ti­na Oskui stell­te sich auf der future!publish vor. Die Autorin ver­öf­fent­lich­te 2014 „Der Igel, der sei­ne Sta­cheln ver­lo­ren hat!“ als Crowd­fun­ding-Pro­jekt selbst. 2015 gelang die Über­set­zung der Fabel in Braille- und Norm­schrift. 2017 erreich­te sie den zwei­ten Platz „most-nee­ded“ der OTTO-Group beim PR-Hacka­thon mit Scha­blo­nen zur Erler­nung der Braille­schrift für Blin­de.

Lesen für alle

Chris­ti­na Oskui berich­te­te über ihre Lei­den­schaft als Geschich­ten­er­zäh­le­rin. Sie hat zwan­zig Jah­re in der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft, zuletzt als Ver­triebs­be­reichs­lei­te­rin gear­bei­tet. Jetzt wid­met sich die zwei­fa­che Mut­ter aller­dings ganz der Ent­wick­lung von Kin­der­bü­chern und hat bereits zwei Kin­der­bü­cher im Selbst­ver­lag ver­öf­fent­licht. Sie stell­te sich die Fra­ge, wie ihr Kin­der­buch auch von blin­den Men­schen erlebt wer­den kann. So wur­de „Der Igel, der sei­ne Sta­cheln ver­lor“ von der Deut­schen Zen­tral­bü­che­rei für Blin­de in Braille und Norm­schrift mit Reli­ef­druck über­setzt. Hier­durch kön­nen auch blin­de Eltern ihren Kin­dern das Buch vor­le­sen. Doch wie könn­te man errei­chen, dass auch blin­de Kin­der selbst das Buch für sich ent­de­cken kön­nen?

Ein Buch mit allen Sin­nen erle­ben

Mit dem Gedan­ken, das Igel-Buch für alle auch erleb­bar zu machen, wur­den nun zusätz­lich 3D-Druck-Figu­ren ent­wi­ckelt, mit denen die Geschich­te par­al­lel zum Vor­le­sen nach­ge­spielt wer­den kann. Außer­dem wur­de die Idee gebo­ren, mehr Lese­för­de­rung für seh­be­hin­der­te Kin­der im Vor­schul­al­ter über Kin­der­bü­cher mit Braille­schrift anzu­bie­ten. Seh­be­hin­der­te Kin­der erler­nen wäh­rend ihrer Schul­zeit die Braille­schrift, um spä­ter zum Bei­spiel mit Com­pu­tern umge­hen zu kön­nen. Eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Braille-Alpha­bet vor Schul­ein­tritt, also im Kin­der­gar­ten­al­ter, ist also sicher­lich sinn­voll. In Anleh­nung an die LEGO Braille Bricks hat Oskui des­halb mit ihrem Team Scha­blo­nen zur Erler­nung der Norm­schrift für Blin­de ent­wi­ckelt.

Spie­le­risch die Blin­den­schrift erler­nen

Sechs Punk­te, ange­ord­net in zwei Rei­hen mit jeweils drei Punk­ten bil­den die Basis der Braille-Schrift. LEGO Braille Bricks sind Lego-Stei­ne, auf deren Ober­sei­te jeweils eine ver­schie­de­ne Anzahl an Punk­ten fehlt. So steht jeder Stein für einen Buch­sta­ben, eine Zahl bzw. ein Mathe­ma­tik­sym­bol. Außer­dem ist jeder Bau­stein auch mit einem gedruck­ten Buch­sta­ben oder einer Figur ver­se­hen. So kön­nen sowohl Blin­de als auch Sehen­de die Stei­ne nut­zen. Ähn­lich funk­tio­nie­ren die Scha­blo­nen zur Erler­nung der Norm­schrift für Blin­de. Die Kin­der kön­nen damit für Sehen­de schrei­ben und gleich­zei­tig über das auf­ge­brach­te Braille-Alpha­bet ler­nen, wie sich die Buch­sta­ben in Blin­den­schrift anfüh­len.

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