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Indian Demo­cra­tic Design

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Zu Beginn der Freshworks Expe­ri­ence Road­show am 15. Okto­ber im Ber­li­ner Old Smithy’s Dizz­le stell­te Jens Leu­cke (Head of Sales DACH bei Freshworks) das Prin­zip des Indian Demo­cra­tic Designs vor. Dies kommt nicht von unge­fähr, schließ­lich wur­de Freshworks 2010 in Indi­en gegrün­det. Heu­te ver­kauft das Unter­neh­men welt­weit intui­ti­ve Busi­ness­soft­ware.

Das Prin­zip basiert auf fünf Grund­pfei­lern: Ein­fach­heit, Selbst­stän­dig­keit, Ska­lier­bar­keit, Per­fek­ti­on und Erschwing­lich­keit.

Ein­fach und selbst­stän­dig

Ein Pro­dukt oder eine Dienst­leis­tung muss ein­fach und selbst­stän­dig zu bedie­nen sein. So design­te ein Unter­neh­men in Indi­en z.B. mobi­le pay­ment devices nach dem Vor­bild des Taschen­rech­ners. In soge­nann­ten Kira­nas, also klei­nen Nach­bar­schafts­lä­den in Indi­en, in denen bis dato noch aus­schließ­lich bar gezahlt wur­de, konn­te so mobi­le pay­ment ein­ge­führt wer­den. Denn die Besit­zer der Läden kann­ten Taschen­rech­ner und konn­ten so auch ganz selbst­ver­ständ­lich mit dem neu­en Device umge­hen.

Ska­lier­bar

Ein Pro­dukt muss immer für einen Mas­sen­markt zugäng­lich gemacht wer­den. So schaff­te es Indi­en über 600 Mil­lio­nen Men­schen zur Wahl­ur­ne zu bewe­gen, was in Indi­en als nicht selbst­ver­ständ­lich gel­ten kann. Durch die Vor­ga­be, dass kei­ne Wahl­ur­ne wei­ter weg als 2 km vom Wohn­ort sein darf und unzäh­li­ge Wahl­hel­fer konn­te dies aber umge­setzt wer­den.

Per­fekt

Ein Pro­dukt soll­te für sei­nen jewei­li­gen Ein­satz­zweck immer per­fekt designt sein. Die soge­nann­te indi­sche Har­ley David­son, die Roy­al Enfield fris­te­te nach frü­he­ren Erfol­gen z.B. lan­ge ein Nischen­da­sein. Mit einem neu­en Eigen­tü­mer kon­zen­trier­te man sich aber wie­der auf sei­ne Kern­kom­pe­ten­zen. Das Motor­rad war frü­her näm­lich für sei­ne Robust­heit und die Tat­sa­che, dass man fast alles dar­an selbst repa­rie­ren kann, auf­ge­fal­len. Durch die Bekennt­nis zur Kern­qua­li­tät ist Roy­al Enfield heu­te wie­der auf einem erfolg­rei­chen Weg.

Erschwing­lich

Ein wei­te­res wich­ti­ges Prin­zip ist die Erschwing­lich­keit. Ein Pro­dukt bzw. eine Dienst­leis­tung muss für die jewei­li­ge Käu­fer­grup­pe auch bezahl­bar sein. So schaff­te es die indi­sche Raum­fahrt­be­hör­de tat­säch­lich eine Rake­te für nur umge­rech­net 57 Mil­lio­nen Euro in den Mar­sor­bit zu beför­dern, ein Pro­gramm was ande­re Raum­fahrt­pro­gram­me Mil­li­ar­den kos­te­te. 

Berühm­tes Bei­spiel

Ein berühm­ter Anwen­der die­ser Prin­zi­pi­en ist IKEA. Die Pro­duk­te sind erschwing­lich, ein­fach zu bedie­nen und in den meis­ten Fäl­len selbst­er­klä­rend. Sie sind per­fekt für ihren Ein­satz und adres­sie­ren einen rie­si­gen Markt. Der berühm­te IKEA-Imbus­schlüs­sel ver­setzt dazu alle Käu­fer in die Lage die Pro­duk­te selbst­stän­dig auf­zu­bau­en.

Fazit

Die­se Prin­zi­pi­en las­sen sich natür­lich auch auf Soft­ware anwen­den. Es bringt nichts eine Soft­ware top to down zu ent­wer­fen. Sie muss für den User, der sie spä­ter auch tat­säch­lich nut­zen wird, ent­wor­fen wer­den. Sie muss intui­tiv bedien­bar, schnell imple­men­tier­bar sowie für die jewei­li­ge Ziel­grup­pe erschwing­lich sein. Denn um es mit den Wor­ten des ehe­ma­li­gen Chef­de­si­gerns von IKEA Mar­cus Eng­man zu sagen: “Demo­cra­tic Design bedeu­tet, dass alle Men­schen das Recht auf einen bes­se­ren All­tag zu haben.”

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