• Type:

So geht Com­mu­ni­ty-Auf­bau

Teilen

Tom Erben ist gelern­ter Buch­händ­ler, war lang­jäh­ri­ger Geschäfts­füh­rer ver­schie­de­ner Ver­la­ge und ist heu­te als frei­er Mar­ke­ting­be­ra­ter für Ver­la­ge tätig. Als Direc­tor Com­mu­ni­ty Rela­ti­ons ist er zustän­dig für die Mit­glie­der-Kom­mu­ni­ka­ti­on auf der neu geschaf­fe­nen WBG-Com­mu­ni­ty-Platt­form. Beim future!publish-Kongress 2020 in Ber­lin stell­te er die­se im Rah­men eines Impuls­re­fe­ra­tes vor. 

Die WBG wur­de einst als „Wis­sen­schaft­li­che Buch­ge­mein­schaft“ und spä­ter in „Wis­sen­schaft­li­che Buch­ge­sell­schaft“ umbe­nannt. Es han­delt sich um einen wirt­schaft­li­chen Ver­ein mit ca. 85.000 Mit­glie­dern. Heu­te ist die WBG nicht nur Ver­lag, son­dern eine Platt­form für wis­sen­schaft­li­che The­men. Denn wäh­rend das Geschäfts­mo­dell „Buch“ einem extre­men Druck aus­ge­setzt ist, ist das Geschäfts­mo­dell „Com­mu­ni­ty“ zukunfts- und aus­bau­fä­hig.

Com­mu­ni­ty-Auf­bau

Aktu­ell hat die WBG etwa 85.000 Ver­eins­mit­glie­der mit über­wie­gend aka­de­mi­schem Hin­ter­grund, für die regel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen orga­ni­siert wer­den – etwa Work­shops, Dis­kus­si­ons­run­den oder Kura­to­ren­füh­run­gen in Muse­en. Wäh­rend die WBG-Com­mu­ni­ty off­line also schon lan­ge besteht, soll eine neu geschaf­fe­ne Mit­glie­der­platt­form auf der Web­site nach und nach auch online eine grö­ße­re Ver­net­zung ermög­li­chen.

Dies ist eine Hör­pro­be. Den gesam­ten Bei­trag kannst Du ent­we­der hier erwer­ben oder zusam­men mit vie­len wei­te­ren Zusam­men­fas­sun­gen als Abon­nent anhö­ren.

 

 

Der Auf­bau der Platt­form ist klas­sisch: Jeder User hat ein Pro­fil und kann Grup­pen bei­tre­ten. Er hat einen per­so­na­li­sier­ten Feed, der sich an Grup­pen­zu­ge­hö­rig­kei­ten und Inter­es­sen ori­en­tiert und kann Ver­an­stal­tun­gen erstel­len. Er wird über Neu­ig­kei­ten benach­rich­tigt und kann bei Bedarf auch direkt mit ande­ren Usern kom­mu­ni­zie­ren. Natür­lich ist der Com­mu­ni­ty auch ein klas­si­scher Blog ange­schlos­sen. Auf­ge­setzt wur­de der Com­mu­ni­ty­bereich mit einer Anwen­dung von Dru­pal. Die Kos­ten waren, laut Erben, über­schau­bar: 500 Euro im Monat für Hos­ting, die Ein­rich­tung habe ins­ge­samt etwa 20.000 Euro gekos­tet. Die ers­ten Inhal­te bil­de­ten bereits vor­han­de­ne Tex­te oder Autoren­in­ter­views.

Im Okto­ber 2019 ging die Platt­form online und in den bis­her ver­gan­ge­nen drei Mona­ten, haben sich bereits 600 Mit­glie­der regis­triert. Der Ver­ein habe zudem einen Com­mu­ni­ty Mana­ger für das Moni­to­ring der Platt­form ein­ge­stellt, der auch The­men in den Blick­punkt bringt und Dis­kus­sio­nen anstößt. Ganz wich­tig, so Erben, sei bei dem gesam­ten Vor­ha­ben die strik­te Tren­nung zwi­schen Shop und Com­mu­ni­ty gewe­sen. Im Shop gehe es um Bücher, in der Com­mu­ni­ty um Akti­vi­tä­ten. Aus die­sem Grund wer­den bei­de Berei­che von unter­schied­li­chen Abtei­lun­gen bear­bei­tet. 

Nut­zen und Zie­le der Com­mu­ni­ty

Laut Erben ist der neu geschaf­fe­ne Mit­glie­der­be­reich für die WBG ein zen­tra­ler Bestand­teil der gesam­ten Geschäfts­stra­te­gie. Sie ist mehr, als nur ein Zusatz­an­ge­bot für ihre Mit­glie­der. Auch nicht regis­trier­te Nut­zer haben Zugriff auf bestimm­te Sei­ten – kön­nen sich bei­spiels­wei­se Ver­an­stal­tun­gen anse­hen und so für eine Mit­glied­schaft inter­es­siert wer­den. Denn die Gewin­nung neu­er Mit­glie­der ist genau­so wich­tig wie die Bin­dung bereits vor­han­de­ner.

Die WBG möch­te min­des­tens ein Pro­zent ihrer 85.000 Mit­glie­der in die Com­mu­ni­ty holen. Ihnen ist klar, dass sie eine über­wie­gend ana­lo­ge Ziel­grup­pe in eine digi­ta­le Anwen­dung zie­hen wol­len. Doch Erben ist sich sicher, der Mehr­wert, den die Com­mu­ni­ty bie­tet, wird die Leu­te über­zeu­gen. Vie­le Aka­de­mi­ker haben ein klei­nes Spe­zi­al­ge­biet und im per­sön­li­chen Umfeld nie­man­den, mit dem sie dar­über spre­chen könn­ten – inner­halb der WBG-Com­mu­ni­ty gehör­te die­ses Pro­blem der Ver­gan­gen­heit an. Zudem kann hier­mit auch ein jün­ge­res Publi­kum ange­spro­chen wer­den. So kön­nen Stu­den­ten hier z.B. Prak­ti­kums­plät­ze oder Men­to­ren fin­den. 

In Zukunft, so Erben, möch­te die WBG mit ihrer Com­mu­ni­ty die Adres­se für geis­tes­wis­sen­schaft­li­che The­men sein.

Event

Reviews for So geht Com­mu­ni­ty-Auf­bau

There are currently no reviews for So geht Com­mu­ni­ty-Auf­bau
Scroll to top