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Wie wich­tig Fokus­sie­rung beim Grün­den ist

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Am 29. und 30. Okto­ber fand der Ruhr­Sum­mit statt, der größ­ten B2B-Start­up-Kon­fe­renz Deutsch­lands. Bei die­ser 2‑tägigen Ver­an­stal­tung gaben über 120 Red­ner Ein­sicht in ihre Erfol­ge und Nie­der­la­gen und stan­den den über 4.500 Grün­dungs­wil­li­gen Rede und Ant­wort. Einer die­ser Red­ner war Dr. Arndt Rol­ler. Arndt Rol­ler über­nahm im Jahr 2003 die Füh­rung von Par­s­hip und mach­te das Unter­neh­men deutsch­land­weit bekannt sowie pro­fi­ta­bel. Anschlie­ßend such­te er sich neue Her­aus­for­de­run­gen und grün­det mitt­ler­wei­le Start-Ups für gro­ße Kon­zer­ne.

Arndt Rol­lers Weg

Arndt Rol­ler bemerk­te schon früh einen Frei­heits­drang in sich. Er wuss­te, er wür­de sich in einem gro­ßen Unter­neh­men schwer tun. Gleich­zei­tig wuss­te er über­haupt nicht was er eigent­lich gut kann und wel­chen Beruf er ein­schla­gen will. So stu­dier­te er zunächst BWL und begann anschlie­ßend im Jahr 1997 bei Ber­tels­mann, wo er schnell Ver­ant­wor­tung über­neh­men konn­te. Als er das Unter­neh­men ver­ließ, befand sich die Welt mit­ten in der Rezes­si­on, die durch die Dot­com-Plei­te Anfang des Jahr­tau­sends aus­ge­löst wur­de.  Nun begann er sei­ne Tätig­keit bei Par­s­hip. Kur­zer­hand steck­te er sei­ne gesam­ten Erspar­nis­se in Par­s­hip. Die­ser Druck half ihm dabei, sich voll und ganz dem Erfolg zu ver­schrei­ben und trotz der nega­ti­ven Mei­nun­gen an die Geschäfts­idee zu glau­ben. Stück für Stück gelang es ihm zusam­men mit den fähi­gen Mit­ar­bei­tern, Par­s­hip bekannt und erfolg­reich zu machen. Trotz eini­ger Rück­schlä­ge wie dem Schei­tern des Geschäfts­mo­dells in 9 von 13 Län­dern der Expan­si­on gab Arndt Rol­ler sich nicht geschla­gen. Mitt­ler­wei­le kennt wohl bei­na­he jeder Deut­sche das Part­ner­ver­mitt­lungs­por­tal.

Nach der Zeit bei par­s­hip grün­de­te Rol­ler ver­schie­de­ne Unter­neh­men, die jedoch alle nicht so erfolg­reich wie Par­s­hip wer­den konn­ten. Heu­te arbei­tet er für ein gro­ßes Bera­tungs­un­ter­neh­men und baut für gro­ße Kon­zer­ne ver­schie­de­ne Start-Ups. 

Lear­nings aus der Par­s­hip-Sto­ry

Arndt Rol­ler gab nach der kur­zen Beschrei­bung sei­ner bis­he­ri­gen Erfol­ge und Nie­der­la­gen eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Lek­tio­nen, die er in den über 20 Jah­ren sei­ner Kar­rie­re sam­meln konn­te.

Zunächst soll­te man nicht ewig über­le­gen. Es muss der Punkt kom­men, an dem ein­fach star­tet. Dabei ist der Fokus am Wich­tigs­ten. Nur wer sich auf eine ein­zi­ge Idee und ein Kon­zept kon­zen­triert, wird sich lang­fris­tig gegen sei­ne Kon­kur­ren­ten durch­set­zen und mit sei­ner Idee erfolg­reich sein. Auch wenn er sich dafür aus­spricht, meh­re­re Wege gleich­zei­tig zu tes­ten, soll­te sei­ner Mei­nung nach den­noch nach kur­zer Zeit der Aus­sichts­reichs­te aus­ge­wählt wer­den. 

Eine außer­ge­wöhn­li­che Idee kann schon ein­mal auf Abnei­gung tref­fen. So berich­te­te er davon, dass er sich bei Par­s­hip für die Ein­füh­rung eines Abo­mo­dells ein­ge­setzt hat­te. Alle ande­ren Team­mit­glie­der spra­chen sich gegen eine sol­che Form aus, doch Rol­ler beharr­te auf sei­ner Mei­nung und er behielt Recht. Kur­ze Zeit spä­ter ver­zeich­ne­te Par­s­hip zum ers­ten Mal schwar­ze Zah­len. An der eige­nen Mei­nung fest­hal­ten zu kön­nen, auch wenn man auf Wider­stand trifft, ist also eine durch­aus wich­ti­ge Fähig­keit für Grün­der.

Bei der Ent­wick­lung von digi­ta­len Pro­duk­ten soll­te man schon früh auf die tech­ni­sche Ska­lier­bar­keit der Lösung acht­ge­ben. Es nützt nichts etwas zu bau­en, das nicht ska­lier­bar ist. Der Fokus bei vie­len Grün­dern liegt laut Rol­ler zu sehr auf dem Exit sowie auf Ven­ture Capi­tal. Rol­lers Mei­nung nach soll­te man jedoch zunächst ver­su­chen soweit wie mög­lich mit dem eige­nen Geld zu kom­men. Eine Grün­dung, nur des Exits wegen, macht laut ihm kei­nen Sinn. Viel­mehr muss man sich etwas suchen, das man auch inhalt­lich mit Begeis­te­rung tun kann. Doch auch in erfolg­rei­chen Zei­ten dro­hen Fall­stri­cke, denn man wird nach­läs­sig. Merkt man dies, soll­te man sich schleu­nigst wie­der Mei­nun­gen von außen holen.

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