Treffen am Schreibtisch

Content Produktion in der Unternehmenskommunikation

Unternehmenskommunikation stellt so manches Unternehmen vor Herausforderungen: Wer produziert den Content? Wer soll eigentlich angesprochen werden und wie? Welche Themen sind für die Außendarstellung wichtig? Wie man es möglichst effektiv schafft, diese Fragen zu klären und umzusetzen, darüber sprachen Olaf Wolff von Saatch & Saatchi, Beate Berez von Swiss Life Deutschland und Stephanie Tönjes von der Deutschen Telekom AG auf den Medientagen München. Geleitet wurde das Panel von Mirko Lange von Scompler.  

Neue Herausforderungen

Unternehmenskommunikation, sowohl innerhalb als auch außerhalb von Unternehmen, ist keine neue Sache. Was jedoch neu ist, ist die Geschwindigkeit und die Komplexität der Themen. In vielen Unternehmen sind die unterschiedlichen Kommunikationsfelder immer noch räumlich und personell getrennt, meint Beate Berez. Eine ganzheitliche Unternehmenskommunikation sei auf diese Weise aber nicht möglich.

Im Laufe des Panels stellt sich heraus, dass es zwei verschiedene Herangehensweisen gibt, um auf diese Komplexität zu reagieren: Themenzentriertes Arbeiten oder eine Channel-fokussierte Methode. Olaf Wolff bevorzugt die Konzentration auf die Themen. Denn sobald klar ist, welche Themen angesprochen werden sollen und welche Zielgruppe dafür wichtig ist, beantwortet sich die Frage nach den passenden Channels von alleine. Auch bei der Telekom gibt es vorgefertigte Themen, wie etwa 5G oder den Netzausbau. Doch Stephanie Tönjes arbeitet lieber Channel-basiert, da auf diese Weise die Communities auf den einzelnen Plattformen besser mit einbezogen werden können. Beate Berez bevorzugt eine Mischung aus beiden Vorgehensweisen.

Strategie, Message und Ziele

Doch am schwierigsten ist der Anfang, da sind sich alle drei einig. Um die Unternehmenskommunikation langfristig erfolgreich aufzubauen, brauche man von Anfang an eine klare Strategie und eine konsistente Message, die man unter die Leute bringen will. Dazu gehört es auch, der Zielgruppe zuzuhören und die Bedürfnisse und Wünsche mit in die Strategie aufzunehmen. Es darf aber nicht zu viel werden, man muss auch mal Themen weglassen, wenn sie nicht in die Message des Unternehmens passen. Olaf Wolff legt außerdem viel Wert auf sinnvolle und vernünftige Ziele, die messbar und auch realistisch erreichbar sind. Beate Berez gibt zu Bedenken, dass es besonders am Anfang schwierig ist zu wissen, was relevant ist und was nicht. Ihr Rat lautet daher: Klein anfangen, Erfahrungen sammeln und einfach mal machen.



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