IPhone mit Spracherkennung

Die Voice-Assistant-Strategien von BBC und ARD

Voice Assistants wie Alexa oder Siri spielen eine immer größere Rolle im Alltag vieler Menschen. Auf den Medientagen München wurde darüber gesprochen, wie die BBC und die ARD mit der neuen Technologie umgehen. Dazu eingeladen waren Andy Webb von der BBc und Tim Pfeilschifter von der ARD und dem Bayerischen Rundfunk.

Der Voice Assistant der BBC

Die BBC sieht in Voice Assistants eine Chance, mit den Hörern in einen Dialog zu treten und nicht nur einseitig zu ihnen zu sprechen. Als öffentliche Medienanstalt sieht sich das Team in der Pflicht, die Gesellschaft bestmöglich zu informieren und zu unterhalten, dazu gehört auch die Nutzung von neuen Technologien. Nachdem bereits seit längerer Zeit Content der BBC über Amazons Alexa abrufbar war, befindet sich der eigene Voice Assistant “Beep” momentan in der Testphase. Gründe dafür sind vor allem die redaktionelle Kontrolle ohne dritte Zwischenstationen und die kreative Kontrolle. Laut Andy Webb ist der wichtigste Punkt bei Sprachassistenten ist die einfache Nutzung. Wer sie für die Verbreitung eigener Inhalte nutzen will, muss durch passende Narrative dafür sorgen, dass die Nutzer das Gerät intuitiv verstehen.

Die Voice-Assistant-Strategie der ARD

Die ARD geht einen anderen Weg. Statt ebenfalls einen eigenen Voice Assistant zu entwickeln, sorgen Tim Pfeilschifter und seine Kollegen dafür, dass die Beiträge auf der Audio- und Mediathek einfacher abrufbar sind. Früher wurden die Beiträge genau so, wie sie auch ausgestrahlt wurden, auf die Plattformen hochgeladen. Das reicht inzwischen nicht mehr, die ARd setzt auf mehrere Konzepte: Atomized Content und deep-dive Themen. Atomized Content bedeutet, dass komplexe Themen in viele kleine Teilstücke aufgeteilt werden und so einfacher zu finden und zu konsumieren sind. Ausgehend davon gibt es deep-dive Themen, also Beiträge mit tiefgreifenden Informationen zu einem Thema. Der Nutzer kann nach eigenen Wünschen entscheiden, welche Form er sich anguckt. Eine Nachrichtensendung kann also je nach Nutzungsverhalten zu einem 5-minütigen Überblick werden oder mit mehreren deep-dive Themen deutlich länger dauern.


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