Das Ruhrgebiet hat eine lange Tradition als Wirtschaftsstandort in Deutschland, angefangen bei der Kohleförderung über die Ansiedlung von großen Industriebetrieben bis hin zum digitalen Wandel, den wir momentan alle live miterleben dürfen. Bastian Siebers, CEO von babymarkt.de, ist diese Tradition sehr wichtig.

Treiber der Digitalisierung im Ruhrgebiet

Doch bei aller Liebe zur Tradition ist babymarkt.de ist einer der wichtigsten Treiber für die Digitalisierung im Ruhrgebiet. Der Shop ist seit zwei Jahren Marktführer und dieses Jahr, trotz der Corona-Pandemie, auf dem besten Weg die Marke von 200 Millionen Euro Umsatz zu knacken. Dabei ist babymarkt.de in 14 Ländern aktiv, besitzt aber nur sechs Filialen, welche für nur 5% des Gesamtumsatzes sorgen.

Mobile first

Dieser Fokus auf den Onlinehandel ist mit ein Grund, wieso das Unternehmen vergleichsweise unbehelligt durch die Pandemie kommt. Doch Bastian Siebers konnte in der letzten Zeit eine Entwicklung beobachten: bereits jetzt werden 80% des Traffics und 60% des Gesamtumsatzes über Smartphones generiert, selbst Kinderwagen und ganze Kinderzimmer werden mobil eingekauft.

Auch der Zeitpunkt des Einkaufens für das Kind verändert sich. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, findet es bei den meisten Familien bereits ein vollausgestattetes Kinderzimmer vor, der Großteil der Einkäufe findet also bereits vor der Geburt statt. Genau dort setzt babymarkt.de an: Kunden werden adressiert, sobald ihnen selbst die Schwangerschaft bekannt ist. Denn wenn das Baby geboren ist, ist es aus Marketingsicht bereits zu spät.

Auf die eigenen Stärken besinnen

In seiner Keynote auf dem ruhrSUMMIT 2020 riet Bastian Siebers anderen Gründern und Unternehmen vor allem, sich auf die Stärken des Geschäftsmodells und die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Bei babymarkt.de heißt das vor allem das mobile Online-Geschäft, bei anderen Unternehmen können die Stärken natürlich anderswo liegen.

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