Eines der Themen des diesjährigen ruhrSUMMITS war leider die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Folgen für die Start-Up-Szene. Einer, der diese Auswirkungen quasi aus der Vogelperspektive beobachten kann, ist Christoph Büth. Er leitet die Eigenkapitalfinanzierungen der NRW Bank, einer Förderbank, die Unternehmen und Start Ups im Bundesland unterstützt.

Keine erhöhte Zahl an Insolvenzen

Er bringt durchaus gute Nachrichten mit. Aus seiner Perspektive konnte er bisher keine erhöhte Anzahl der Insolvenzen feststellen und auch die Gründungen sind nur leicht gesunken. Die NRW Bank bietet mehrere Programme an, um Start Ups zu unterstützen. Viele dieser Programme wurden bereits erweitert, um die Auswirkungen der Krise abzufedern. Mit dem Start-Up-Akut-Programm etwa können junge Unternehmen innerhalb weniger Wochen eine Finanzspritze erhalten, ganz ohne persönlich in der Bank erscheinen zu müssen. Auch der Venture Fonds der Bank, der bisher nur von Unternehmen in Series A und B in Anspruch genommen werden konnte, wurde auf Unternehmen der Series C und D erweitert.

Wie lange noch?

Doch es stellt sich immer die Frage: wie lange noch? Für Christoph Büth ist es unklar, wie lange der Cash-Flow noch anhalten kann. Bisher funktionieren alle Angebote wie geplant, aber er merkt, dass vor allem seine Mitarbeiter ausgelastet sind. Deshalb freut er sich auf den Launch von startups.nrw, einer Plattform für die Vernetzung von StartUps und Investoren. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW und Schirmherr des ruhrSUMMIT, hatte die Plattform direkt vor dem Interview mit Christoph Büth live auf dem Summit gelauncht. Christoph Büth freut sich über die neuen Möglichkeiten, auf neuen Wettbewerb und auf eventuelle Co-Investitionen.

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