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Marcus Tandler über die Zukunft von Google Search

Marcus Tandler ist Co-Founder und Co-Geschäftsführer von RYTE und seit 1998 im SEO Bereich aktiv, also noch bevor Google in Deutschland überhaupt gestartet ist. Aufgrund seiner Expertise und jahrelangen Erfahrung tritt er auf Konferenzen rund um den Globus auf, wie bspw. TEDx, LeWeb, The Next Web, SMX und O´Reilly´s web2.0expo. Darüber hinaus hielt Marcus Tandler bereits hausinterne Vorträge bei großen Konzernen wie bspw. Google, Facebook und Microsoft. Auch auf der Affiliate Conference 2021 wird er zu hören sein.


Marcus Tandler über Rankbrain

Im Jahr 2011 wollte Google den Schritt vom stationären Internet auf mobile Endgeräte schaffen. Bereits sechs Jahre später lautet die Vision nicht mehr “Mobile First!”, sondern “AI First!”. Dabei geht es laut Marcus Tandler nicht darum, mit Hilfe der künstlichen Intelligenz die Google Suche besser zu machen, sondern die künstliche Intelligenz mit den Daten aus der Suchmaschine zu füttern. Rankbrain versucht also nicht nur, das Google Ranking dem Nutzer anzupassen, sondern die Suchabsicht des Nutzers zu verstehen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen deshalb Voice Searches, da diese länger und anders formuliert werden als Desktop Suchen.

Google hört zu

Jede Sekunde werden weltweit 63.000 Suchanfragen bei Google gestellt. Doch laut Marcus Tandler reicht das nicht aus. Damit Rankbrain mit ausreichend Informationen versorgt werden kann, muss Google dem Nutzer zuhören. Das funktioniert am besten über sämtliche Android-Smartphones und über den Google Chrome Browser. Beide hören dem Nutzer rund um die Uhr zu und warten auf das Zeichen “Ok, Google”, um die Voice Search zu starten. Marcus Tandler empfiehlt deshalb jedem, der entweder Android oder Chrome nutzt, einen Blick in die Einstellungen zu werfen. Ein weiterer Schritt, den Google unternimmt, um noch mehr Daten zu sammeln, ist Google Home.

Die Zukunftsvision

Marcus Tandler ist davon überzeugt, dass Google eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft die gewünschten Informationen an den Nutzer bringen wird, ohne dass dieser aktiv danach suchen muss. Das Ziel der Googlesuche ist nicht mehr nur, dass Menschen Dinge finden, sondern dass die Dinge zum Menschen finden.

Was heißt das für SEO?

Die Absicht der Nutzer wird eine immer größere Rolle bei der Anordnung der Google Search Result spielen, so Marcus Tandler. Gute SEO ist nicht mehr als eine Chance, sich auf der ersten Seite zu beweisen. Doch wenn die Performance dort nicht stimmt, wird ein Link auch schnell wieder herabgestuft. Ein wichtiger Bestandteil, um die Performance zu messen, ist die Click-Through-Rate. Damit kann Google erkennen, wie viele Nutzer bei einem bestimmten Keyword welchen weiterführenden Link nutzen. Ist die CTR im Vergleich zu ähnlichen Seiten zu gering, wird die Seite nicht mehr als Top-Ergebnis auf der ersten Seite gelistet. Doch Marcus Tandler beruhigt: es ist keine einmalige Chance. Solange Google von einer Seite immer wieder gute SEO-Signale empfängt, kann es immer wieder neue Chancen auf ein Ranking unter den Top-Ergebnissen geben.