Stephan Grabmeier und Stefan Tewes vom Zukunftsinstitut können die Zukunft nicht voraussagen, aber zumindest ein bisschen berechenbarer machen. Mit einem holistischen Ansatz versuchen sie zu ergründen, wie die Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen können. Unternehmen können ihren Kunden nicht mehr einfach etwas verkaufen, denn sowohl Kunde als auch Unternehmen befinden sich in einem Umfeld und müssen in das Umfeld des jeweils Anderen integriert werden. Um das begreifbarer zu machen, haben Stephan Grabmeier und Stefan Tewes ein Modell mit drei Hebeln entwickelt, das sie beim ruhrSUMMIT 2020 vorstellten.

Drei Hebel für eine berechenbarere Zukunft

Der erste Hebel, der den größten Einfluss besitzt, ist der Antriebshebel. Er umfasst das große Kollektiv, ganze Länder und Systeme und wird beeinflusst von den sogenannten Megatrends. Die wichtigsten Megatrends der heutigen Zeit sind Digitalisierung und Individualisierung. Bei den beteiligten Individuen setzt dann der Potentialhebel an. Dieser Hebel besteht aus 18 verschiedenen Typologien, in denen Menschen eingeordnet werden können. Dabei ist zu beachten, dass Menschen immer individueller werden. So spricht man beim Zukunftsinstitut nicht mehr von Biographien, sondern von Multigraphien. Der letzte Hebel mit dem geringsten Einfluss ist der Wertehebel, der dem Unternehmenszweck dient. Um diese Hebel zu erkennen, braucht es ein planetares Bewusstsein, einen Art Overview-Effekt.

Der Blick von außen

Das funktioniert in einem Unternehmen am besten durch externe Berater. Doch auch die Berater vom Zukunftsinstitut können die Welt nicht vereinfachen, sie ist und bleibt komplex. Wobei Stephan Grabmeier, Stefan Tewes und ihr Drei-Hebel-Model helfen können, auch in dieser Komplexität schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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