Thema des ersten Panels beim ruhrSUMMIT 2020 waren die staatlichen Finanzierungsangebote für Start Ups, bei denen sich gerade während der Corona-Krise viel getan hat. Zu diesem Zweck waren drei Experten eingeladen: Jörg Goschin, CEO von KfW Capital, Uli Grabenwarter, der Deputy Director des European Investment Fonds sowie der CEO des High-Tech Gründerfonds, Alex von Frankenberg.

KfW Capital

KfW Capital ist der Teil der KfW Bankengruppe, der für die Finanzierung von Start Ups und innovativen Wachstumsunternehmen zuständig ist. Um die vom Staat zur Förderung bereitgestellten Mittel optimal zu nutzen, hat sich KfW Capital mit anderen Playern zusammengetan und ein Hilfsmodell erstellt. Momentan werden damit jährlich etwa 200 Millionen investiert. Bevorzugte Bereiche gibt es laut Jörg Goschin dabei nicht. Es zeichnet sich aber ein leichter Trend ab, der vor allem Felder wie Environment, Social Impact und Governance betrifft.

HTGF

Einen anderen Ansatz verfolgt der High-Tech Gründerfond, kurz HTGF. Mit diesem Fond werden vor allem Unternehmen in der frühesten Phase unterstützt, dabei erhalten sie nicht nur Geld, sondern auch andere Unterstützung. Alex von Frankenberg stellte im Zuge der Corona-Pandemie verstärkt außereuropäische Käufer für “seine” StartUps fest, wobei sich die Bedingungen für ganz junge Unternehmen nicht groß geändert haben. Auch der HTGF verzeichnet bisher eine Verschiebung der Neugründungen, wobei die großen Gewinner Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind.

EIF

Als Dritter im Bund vertrat Uli Grabenwarter den EIF, den European Investment Fond. Ziel dieses Fonds ist es vor allem, den privaten Sektor zu mobilisieren. Dafür kann der EIF aus sehr viel Erfahrung schöpfen, so ist die momentane Situation bereits die dritte Krise, die der Fond durchlebt. Uli Grabenwarter gab jedoch zu, dass die bisherigen Krisen, die beiden Finanzkrisen Anfang der 2000er, anders waren. Damals spielten Innovationen eine Nebenrolle, während sie heute in den Mittelpunkt gerückt sind. Das führt vor allem dazu, dass innovative Gründer nicht mehr nur reine Bittsteller sind, sondern auch etwas anbieten können, das gebraucht wird.

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