Laut Robin Brass und Torsten Wölfel von der Deutschen Bank ist Deutschland ein Entwicklungsland, wenn man nur den Bereich cash-loses Zahlen betrachtet. Doch eine vorsichtige Weiterentwicklung ist abzusehen, auch weil die Corona-Pandemie die Nachfrage nach kontaktlosen Bezahlmöglichkeiten erhöht hat. Auch die Deutsche Bank hat sich hinsichtlich seamless payment verstärkt, sowohl durch externe Partnerschaften als auch durch Eingliederung oder Kauf. Langfristiges Ziel ist, dass kein Kunde mehr einen Bezahlvorgang abbricht oder einen Kauf gar nicht erst tätigt, weil das Bezahlen zu schwer verständlich oder zu kompliziert ist.

Zwei Seamless Payment Systeme

Nach Einschätzung von Torsten Wölfel gibt es dafür zwei große Systeme des seamless payment: Mobile Wallets, wie etwa Apple Pay oder Paypal, die vor allem auf dem Asiatischen Markt erfolgreich sind; und die Kartenzahlung, die auf den westlichen Märkten Verwendung findet. Vorreiter im seamless payment ist China, wo der Bezahlvorgang inzwischen fast vollautomatisch abläuft. Laut Robin Brass wird sich das Prinzip in Deutschland nicht durchsetzen, zu groß ist der Wunsch nach Datenschutz.

Das Beste aus beiden Welten

Auch Torsten Wölfel ist überzeugt: es wird immer klassische Banken geben und auch an Bargeld wird die Gesellschaft weiterhin festhalten. Jedoch haben auch neue Konzepte von Neo-Banken und FinTechs ihre Daseinsberechtigung, sodass die Deutsche Bank sich zum Ziel gesetzt hat, das Beste aus beiden Welten zu vereinen.

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