Auf dem Digital Summit Philadelphia 2019 war Carlos Gil mit einer Keynote zum Thema „Social Media for Business“ vertreten. Gil ist Entrepreneur, Autor und Keynote-Speaker. Er gab jede Menge wertvolle Tipps, Tricks und Taktiken zum Besten, die Unternehmen dabei helfen, den aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Social Media zu begegnen. Der Kern seiner Aussage: Denk mehr wie ein Kunde und weniger wie ein Marketer! Und denke daran: Nicht Content is King. Community is King! 


Moment vs. Movement

Zu Beginn fragte Gil, wer die Shiggy Challenge kennt oder daran teilgenommen hat – sich also gefilmt hat, während er neben dem eigenen, fahrenden Auto tanzte. Nahezu jeder im Publikum hob den Arm. Insgesamt haben mehr als eine Viertelmilliarde Menschen Shiggys Video angeklickt und unzählige haben sich an der Challenge beteiligt. Wie konnte Shiggy so viele Menschen mobilisieren – etwas was die meisten Unternehmen mit ihrer Werbung nicht einmal im Ansatz schaffen? Die Antwort ist einfach: Weil er echt ist. Und weil er ein Movement geschaffen hat. Im Gegensatz dazu schaffen Marketer meist nur Momente. Diese aber verfallen – jede Marke ist immer nur so gut, wie ihr letzter Post, ihr letzter Tweet. Movements aber sind elastisch. Wenn jemand sich als Teil einer Bewegung fühlte, erinnert er sich auch Jahre später noch daran. Setze als Marketer alles daran, deine Kunden mit Movements zu mobilisieren! Viel wichtiger als das Verkaufen oder das pure Sammeln von Followern ist heute das Mobilisieren der Kunden. 


Kommuniziere und gib deinem Unternehmen eine persönliche Note

Das Internet ist laut Gil ein digitales Pandämonium – unendlich laut, voll und schnell. Als Marketer musst du heute an Konversationen teilnehmen, die in den Sozialen Medien stattfinden. Schau, wer dich in Beiträgen verlinkt oder dich im Hashtag aufführt. Nutze die Sozialen Medien als Suchmaschine, schau dich um, was die Leute dort über dein Unternehmen, deine Marke schreiben und häng dich in die Diskussionen rein. Und ganz wichtig: Die Menschen wollen Menschen sehen. Das Echte. Die Gesichter hinter einer Marke – häufig sind Gesichter heute die Marken - man denke nur einmal an Influencer. Jedes Unternehmen hat Gesichter, die es zeigen kann: die Mitarbeiter, den CEO, dich selbst. 


Spiel nach den Hausregeln deiner Plattform

Die organische Reichweite bei Facebook ist so gut wie tot. Das heißt, du musst richtig auffallen. Aber mach dich nicht unbeliebt bei den Algorithmen! Schaffe Content, der deine Follower mobilisiert, stelle Fragen, fordere auf, erzähle von dir – und poste nur, wenn du qualitativ hochwertigen Content hast. Achte darauf, dass dieser Content die Leute auf der Plattform behält – verlinke im Post also nicht auf deine Website, deinen Blog oder zu Youtube. Nebenher machst du dein eigenes Business zukunftsfähig, sammelst die Daten deiner Kunden (Mailadressen, Telefonnummern etc.) und schaffst deinen eigenen Werberaum mit eigenen Hausregeln.


Fazit

Schau dir deine Kanäle an: Sind sie rentabel? Wenn nicht: löschen! Hör auf zu verkaufen, fang an, Menschen zu mobilisieren! Kenne die Algorithmen! Nimm an Diskussionen teil und reagiere auf alles, auch auf negative Kommentare! Sei dabei nicht schüchtern und schnapp Mitbewerbern bei passender Gelegenheit ruhig Kunden weg. Und gib deiner Marke bei allem was du tust eine persönliche Note! 

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