Um die Blockchain-Technologie ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden. Michael Henke und Wolfgang Prinz vom Fraunhofer Institut wollen das ändern. Auf dem ruhrSUMMITsprachen sie mit Daniel Trauth, dem CEO von Senseering, welcher Blockchain in seinem Unternehmen und mit seinen Partnern bereits anwendet. Senseering legt den Fokus der Anwendung dabei auf den industriellen Maschinenbau, während das Fraunhofer Institut als Erfinder der Blockchain-Technologie das Prinzip weiter erforscht und entwickelt.

Skepsis in der Industrie

Daniel Trauth hat bei seiner Arbeit für Senseering viel mit Datensätzen zu tun, die digitalisiert und analysiert werden müssen, um anschließend mit ihnen zu handeln. Durch Blockchain konnten bereits viele der Prozesse automatisiert werden, auch wenn die Industriepartner oftmals sehr skeptisch sind. Dabei funktioniert Blockchain umso besser, je mehr Partner mitmachen. Mit diesem Problem steht Daniel Trauth nicht alleine. Nach Aussage von Michael Henke ist Senseering kein Pionier, es gibt durchaus viele Unternehmen, die Blockchain nutzen. Doch die meisten kommen aufgrund der Skepsis ihrer Partner nicht über den Status eines New Case hinaus.

Erfolg durch Zusammenarbeit

Blockchain ist nicht als alleinige Technologie gedacht, besonders hilfreich ist das Prinzip in Verbindung mit anderen Technologien wie etwa dem Internet der Dinge. Woran scheitert eine stärkere Verbreitung also? Es gibt kaum Beispiele, die Blockchain mit allen Stärken in der Praxis auch wirklich umsetzen. Wolfgang Prinz erwartet einen großen Fortschritt durch die Nutzung des Netzwerkes blockchain.nrw. Seiner Meinung nach braucht das Fraunhofer Institut zum jetzigen Zeitpunkt vor allem die Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen, damit Erkenntnisse zur wirklichen Anwendung erlangt werden können. Dem stimmte Daniel Trauth zu, er wünscht sich keine neuen Investoren für sein Unternehmen, sondern stattdessen mehr praktische Anwendungsfelder.

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