Spaziergang im Park

Stressresistenz durch mentale Regeneration

Fast alle Menschen gehen in ihrem Leben durch Phasen, in denen es ihnen nicht gut geht - sei es durch persönliche oder berufliche Krisen. Um dem entgegenzuwirken, hält Rolf Schmiel Vorträge zu mentaler Regeneration und Depressions-Prophylaxe. Er ist Diplom-Psychologe und Keynote-Speaker, hatte eine eigene Primetime-Fernsehshow und ist dreimaliger Gewinner des 1. Deutschen Speaker Slams. Auch auf der Affiliate Konferenz am 08. März 2021 wird er sein Wissen mit dem Publikum teilen.

Mentale Regeneration

Ein Missverständnis klärt Rolf Schmiel gleich zu Anfang auf. Mentale Regeneration ist nicht das Gegenteil von Arbeit, sondern ein Teil der Arbeit. Auch Muskeln wachsen nicht im Training, sondern in den Ruhephasen - genau das gleiche trifft auch auf die mentale Belastbarkeit zu. Ein wichtiger Grundstein der mentalen Regeneration ist die Wertschätzung gegenüber der eigenen Person, denn nur wer physisch stabil ist, ist auch psychisch belastbar. Da heißt: genügend Schlaf, gesunde Ernährung und ausreichend Pausen. Rolf Schmiel nennt die Raucherpause als fast perfektes Beispiel für eine Pause. Damit ist natürlich nicht die Zigarette gemeint, sondern das man aufsteht und vom Arbeitsplatz weg geht, der kurze Gang an die frische Luft und das tiefe Ein- und Ausatmen.

Die richtige Stimmung

Rolf Schmiel arbeitet und lebt nach folgendem Grundsatz: wenn das Ergebnis stimmen soll, muss die Stimmung stimmen. Dieser Grundsatz ist besonders in der Arbeit im Team wichtig, sowohl in Teams im Betrieb als auch bei Teams im Privaten wie der Partnerschaft oder Freundschaften. Dazu muss jedes einzelne Teammitglied in der Lage sein, seine Emotionen zu managen. Es gibt für die richtige Stimmung keine Maßnahmen, die bei allen Menschen klappen, jeder Einzelne muss sich selber die Frage stellen: was kann ich für mich selber tun, damit es mir besser geht?

Richtig Zuhören können

Mentale Regeneration funktioniert nicht nur bei sich selber, jeder kann den Menschen in seinem Umfeld dabei helfen - durch aktives Zuhören. Das bedeutet nicht, über Probleme sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen, sondern wirklich um das reine Zuhören und das Zeigen von authentischem Interesse. Glücklicherweise ist das eine Fähigkeit, die erlern- und trainierbar ist. Dadurch, dass Dinge einfach nur besprochen werden können, ohne mentale Kapazitäten auf die Suche von Lösungen aufzuwenden, hilft richtiges Zuhören besonders in Teams und Partnerschaften allen Parteien bei der mentalen Regeneration. Außerdem hat es einen weiteren angenehmen Nebeneffekt: Studien zufolge reichen bereits 28 Sekunden ungeteilte Aufmerksamkeit, damit der persönliche Beliebtheitswert beim Gegenüber um das Doppelte steigt.