Juno Fashion gibt es seit drei Jahren. In diesen drei Jahren hat die Agentur schon 85 Marken betreut, von den ersten Schritten bis zur fertigen Fashion Kollektion. Denn Juno Fashion bietet eine Anlaufstation für Influencer, die eine eigene Modekollektion auf den Markt bringen wollen. In der Anfangszeit befanden sich unter den Kunden vor allem Influencer aus den Bereichen Sport und Gaming, im letzten Jahr kamen vermehrt auch Kunden aus anderen Bereichen hinzu. Momentan betreut Julian Franke zusammen mit Co-Founder Norman Lang etwa 25 Influencer.

Vorabfragen

Auch wenn in Junos Portfolio viele erfolgreiche Kollektionen zu finden sind, ergibt es nicht für jeden Influencer Sinn, eine eigene Marke zu werden. Im Vorfeld bespricht Julian Frank mit potentiellen neuen Kunden vor allem Dinge wie die Zielgruppe, die Preislage, Inhalte und die Stilrichtung. Auch die Reichweite und das Engagement der zu der Kollektion gehörenden Kampagne wird vor Beginn der eigentlichen Arbeit geklärt. Außerdem wird überlegt, ob der Influencer als Person eine Marke startet oder ob die Marke von der Person losgelöst funktioniert. Ist das geklärt, kümmert sich die Agentur um rechtliche Fragen, erstellt - wenn noch nicht vorhanden - Logos und plant die Identität der Marke. 

Das Kollektionsdesign

Erst jetzt kommt das eigentliche Kerngeschäft von Juno: das Kollektionsdesign. Dazu gehört zunächst einmal jede Menge Recherche. In Absprache mit dem Influencer wird ein Thema gesucht und es werden Moodboards erstellt, anschließend einigt man sich auf Farben, Grafiken und Muster. Nun geht die Kollektion in die Produktion. Zu diesem Zweck hat Juno einige Produktionspartner in Indien, die alle von Julian Franke oder seinem Geschäftspartner persönlich überprüft werden. Auch zu Zeiten der Corona-Pandemie sind beide regelmäßig nach Indien geflogen, haben bei Ankunft und Rückkehr jeweils eine Quarantäne in Kauf genommen, um nachzusehen ob alle Richtlinien eingehalten werden und alles wie besprochen umgesetzt wird. Seit kurzem können auch Import und Logistik komplett in-house von Juno angeboten werden.

Mit Drops zum Hype

Parallel zur Produktion findet bereits die Content Creation statt. Laut Julian Franke kommt es jedoch häufig vor, dass seine Kunden in dem Bereich gar keine Hilfe der Agentur benötigen. Es handelt sich schließlich um Influencer, die bereits sehr viel Erfahrung mit Marketing auf Social Media haben. Nichtsdestotrotz kann auch dieser Schritt in der Agentur stattfinden.

Die Stückzahlen der Kollektionen beginnen bereits bei 300 Stück. Durch einen Drop, bei dem die limitierten Teile meist sehr schnell ausverkauft sind, entsteht oftmals ein regelrechter Hype auf die wenigen verkauften Stücke. Viele Kunden von Juno sind bereits gestandene Marken, die sich gegenseitig unterstützen. Auch Persönlichkeiten aus Sport und Fernsehen tragen zum Hype bei, wenn sie die Kleidungsstücke der neuen Marke öffentlich tragen. 

Auch wenn Julian Franke in seinem Vortrag bei den Retail Innovation Days an der DHBW in Heilbronn lediglich von T Shirts und Hoodies sprach, bietet Juno die Möglichkeit, komplette Textilkollektionen zu produzieren und zu vermarkten. So unterschiedlich die Kunden der Agentur sind, so verschieden ist auch die Menge der Services, die sie von Juno in Anspruch nehmen. Für manche seiner Kunden macht Julian Franke fast alles, andere lassen nur von Juno produzieren und kümmern sich um alle anderen Dinge selbst. 

Hier findest Du weitere Beiträge der Retail Innovation Days 2020.